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Kahla Porzellan moderne und individulle Porzellangestaltung

Die größte Porzellanfabrik Thüringens

Die Porzellanfabrik Kahla kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Sie wurde im Jahre 1844 von Christian Eckhardt gegründet. Rasant entwickelte sich das Werk zur größten Porzellanfabrik Thüringens und zählte 1914 zu den größten Porzellanherstellern Deutschlands überhaupt. Die Produktion begann in Kahla am 27. August 1844 mit nur 20 Beschäftigten. Die Porzellanfabrik expandierte sehr schnell. Schon im Jahre 1927 gehörten zur Kahlaer Porzellanfabrik auch die Porzellanfabriken Hutschenreuther und Schönwald sowie die Porzellanwerke Arzberg. Auch das Kahlaer Unternehmen blieb von den Wirtschaftskrisen nicht verschont, aber die Produkte konnten sich am Markt dennoch etablieren. Besonders bekannt ist das berühmte Koboltblau und das Seriengeschirr mit Strohblumen- und Zwiebelmusterdekor.

Der Neuanfang von Kahla Porzellan nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach der Zerschlagung des Dritten Reiches wurde die Porzellanfabrik in eine Sowjetische Aktiengesellschaft umgewandelt und dann schließlich 1952 verstaatlicht. Die Betriebsstätten des neuen Volkseigenen Betriebes waren zu jener Zeit über ganz Kahla verstreut. Erst um 1961 wurde ein neues Fabrik- und Bürogebäude am heutigen Standort errichtet. Es erfolgte auch eine moderne Installation einer Tunnelofentechnik. Zur damaligen Zeit wurde die Hälfte der Produktion in über 30 ost- und westeuropäische Länder exportiert. Der VEB Feinkeramik Kahla entwickelte sich schnell zum Zentrum der Porzellanindustrie der DDR. Zu dem Betrieb gehörten 17 Porzellanwerke mit über 18.000 Beschäftigten.

Die Wende und ihre Folgen die VEB Feinkeramik Kahla

Gleich nach der Wende im Jahre 1991 wurde das Unternehmen durch die Treuhand privatisiert. Schon nach kurzer Zeit 1993 musste allerdings Konkurs angemeldet werden. Der ehemalige Rosenthal-Vorstand Günther Raithel gründete dann im Jahre 1994 die Kahla / Thüringen Porzellan GmbH. Er war im Besitz der mehrheitlichen Anteile und die restlichen 49 % wurden von der Thüringer Industriebeteiligungsgesellschaft gehalten. Es erfolgte eine Modernisierung der Produktionsanlagen. In Kahla werden hauptsächlich zwei Produktlinien hergestellt, Kahla Elegance und die Kahla Modern. 1995 wurde dann zusätzlich der Bereich Kahla  Hotelporzellan geschaffen. Die Familie Raithel konnte dann im Jahre 2000 die restlichen Anteile vom Land Thüringen übernehmen. In den Jahren nach der Neugründung erhielt Kahla viele nationale und auch internationale Designpreise. 2009 führte das Unternehmen die neue Porzellanform TAO ein. Über die Jahre entwickelte sich Kahla zu einer der modernsten und auch innovativsten Porzellanfabriken Europas.

Die Geschichte des Bestecks

Tischkultur mit Tafelbesteck kam in Europa Anfang des 16. Jahrhunderts in Mode

Das Essbesteck auch als Tafelbesteck oder kurz nur als Besteck bekannt dient vorrangig zur Nahrungsaufnahme. In der Regel besteht das Essbesteck aus einem Löffel, einer Gabel und einem Messer. Bis in das 19. Jahrhundert hinein war das Besteck nicht sehr weit verbreitet. Die Nahrungsaufnahme erfolgte bis dahin mit den Fingern. Allerdings war der Löffel neben dem Messer schon seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Das Messer selbst diente dabei allerdings nur zum Zerteilen der Speisen. Die Löffel jener Zeit bestanden anfangs hauptsächlich aus Holz. Erst im 16. Jahrhundert wurden Löffel aufgrund der wachsenden Eisenproduktion aus Metall geschmiedet. Das Messer und auch der Löffel dienten in erster Linie nicht als Gebrauchsgegenstände wie es in der heutigen Zeit der Fall ist.

Holz und Silber waren früher das bevorzugte Material für Besteck

Jahrhundertelang war Holz ein bevorzugtes Material zur Herstellung von Besteck. Später wurden sie dann aus Silber produziert. Allerdings wurde das Material beim Genuss von schwefelhaltigen Speisen wie Eiern schnell angegriffen und begann zu oxidieren. Um hier Abhilfe zu schaffen vergoldete man dann bestimmte Besteckteile. Erst im 19. Jahrhundert wurden im bürgerlichen Europa neue Tischsitten eingeführt. Das Essen mit Messer und Gabel war jetzt Ausdruck guten Benehmens. Neben Bestecken aus reinem Silber wurde jetzt auch das Verfahren der Galvanisierung zum Versilbern der Besteckteile genutzt.

Heute wird Besteck aus unterschiedliche Materialen hergestellt

Erst viele Jahre später begann man mit der Herstellung von Bestecken aus Edelstahl. Diese sind im Gegensatz zu Silberbestecken in erster Linie pflegeleichter und auch nicht so anfällig wie Bestecke aus reinem Silber. Allerdings wurden und werden auch heute noch verschiedene andere Materialien zur Produktion von Bestecken verwendet. Diese werden hauptsächlich zur Herstellung von Griffen genutzt. Aber auch heute noch erfolgt die Verwendung von Besteck nicht weltweit. Es gibt noch eine Vielzahl von Kulturen, wo auf die Benutzung eines Essbestecks verzichtet wird und mit den Fingern oder auch mit Stäbchen gegessen wird.

Rosenthal feinstes Porzellan und Glaswaren

Rosenthal gegründet als Familienbetrieb mit Visionen

Das Unternehmen wurde im Jahre 1879 von Philipp Rosenthal als ein Familienbetrieb gegründet. Nach der Firmengründung siedelte die Porzellanmalerei von Werl nach Selb in Bayern über. Im Schloss Erkersreuth begann dann fortan die Industrialisierung der Porzellanmalerei. In sehr kurzer Zeit expandierte das Unternehmen. Rosenthal kaufte neben der Porzellanmanufaktur Thomas in Marktredwitz im Jahre 1908 und 1917 dann auch die Porzellanfabrik Zeidler & Co. auf. Diese wurde in späteren Jahren als “Bahnhof Selb” bekannt. Damit aber nicht genug. Rosenthal war weiter auf dem Vormarsch. Im Jahre 1921 übernahm Rosenthal dann die Krister Porzellanmanufaktur in Waldenburg. Wenig später 1936 kaufte das bayrische Unternehmen die Porzellanmanufaktur Waldershof und die Porzellanfabrik Thomas in Sophienthal. 1939 erfolgte dann die Gründung der Rosenthal Isolatoren GmbH (RIG) in Henningsdorf bei Berlin, Selb und Erkersreuth. Im gleichen Jahr firmierte sich das Unternehmen zur Rosenthal Porzellan AG. Es bedurfte noch viele Jahre und Umstrukturierungen bis zur Entstehung des heutigen Betriebes. Schließlich dann 1965 entstand der einheitliche Name Rosenthal Glas & Porzellan AG, kurz Rosenthal AG.

Rosenthal auf dem Weg zum Weltmarktführer

Nach dem Eintritt von Philipp Rosenthal jun. in die Firma stand das Produktdesign im Vordergrund. So eröffnete Rosenthal 1960 in Nürnberg das “Rosenthal Studio Haus”. Schnell entstand daraus die erste Designerladenkette der Welt. Rosenthal arbeitete von nun an mit Designern aus der ganzen Welt zusammen wie Raymond Loewy und Timo Sarpaneva. Die börsenorientierte Rosenthal AG gehörte ab 1997 zum britisch- irischen Waterford Wedgwood Konzern. Dieser hielt 90 % der Aktien. Die Rosenthal AG stellte hochwertiges Geschirr und Kunsthandwerk aus Porzellan und Glas her. Schnell eroberte das Unternehmen damit den Weltmarkt. Im Jahre 1998 konnten einige Teile der Porzellanmarke Hutschenreuther übernommen werden.

Ende und Neuanfang

Der Waterford Wedgwood Konzern kam im Jahre 2008 in Liquiditätsschwierigkeiten. Er suchte nun einen Käufer für die Rosenthal AG. Nach dem endgültigen Zusammenbruch des Konzerns stand auch Rosenthal vor der Zahlungsunfähigkeit. Bis dann schließlich am 1. April 2009 das Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Schon einige Monate später am 20. Juli wurde das Werk vom italienischen Besteckhersteller Sambonet Paderno gekauft. Die am 1. August 2009 neu gegründete Rosenthal GmbH bildet innerhalb des Konzerns ein eigenständiges Unternehmen. Der Firmensitz befindet sich nach wie vor in Selb. Der neue Geschäftsführer ist Pierluigi Coppo. Neben exklusiven Porzellangeschirr der Marken “Rosenthal studio-line”, “Rosenthal classics”,” Rosenthal meets Versace”, “Thomas” und “Hutschenreuther” werden auch zusätzlich günstigere Serien für Restaurants, Hotels und Kantinen produziert.