Archive | Hersteller RSS feed for this section

KPM Königliche Porzellan Manufaktur aus Berlin

plate-stack-629987_1280Eine königliche Porzellan Manufraktur gibt es seit über 250 Jahren in Berlin. Genauer im schönen Berliner-Tiergarten. Die königliche Porzellan Manufraktur wurde 1763 von König Friedrich den Großen gegründet und begeistert bis heute mit handgefertigtem Porzellan. Detailreich, modern und trotzdem im Stil der damaligen Zeit und für den König begeistert die KPM, wie diese königliche Manufraktur für Porzellan in Kurzform genannt wird, auf allen Ebenen. Unter alberding.com finden Interessenten ebenso eine Vielzahl an Informationen, die man sich durchaus einmal durchlesen sollte, um einen kleinen Überblick der KPM zu erhalten. Denn noch heute existiert sie, obwohl in Deutschland längst kein König herrscht.

Königliches Porzellan aus Berlin für jedermann

Das Porzellan der königlichen Porzellan Manufaktur ist hochwertig in der Verarbeitung. Eine enorme Qualität ist absolute Voraussetzung für die Manufaktur rundum das Thema Porzellan. Der Spargatt zwischen Modernität, Stil, Classic und altmodisch ist dem Unternehmen mit Sitz in Berlin-Tiergarten gelungen, was für den enormen Hype sicherlich mit verantwortlich ist. Die KPM ist heutzutage eben auch für Otto-Normalverbraucher gedacht und nicht mehr nur für den König, weil diesen gibt es hier nicht. Doch es muss einfach festgehalten werden, dass sie entstand, weil der König es damals mehr Besonderheit forderte, etwas einzigartiges und für ihn spezielles. Bis heute konnte die Manufaktur daher überzeugen und ist auch jetzt noch in Deutschland eine gute Anlaufadresse für stilechtes und schickes sowie hochwertiges Porzellan.

Königliches Porzellan zu jedem Anlass

Einfach mal mit dem Geschirr speisen, wie es einst der König getan hat? Das wäre mit der königlichen Porzellan Manufaktur kein Problem. Sie bieten ein enorm großes Sortiment an Porzellan-Produkten an. Vieles in modernen Stilen, aber auch etliches, wie es einst zu Zeiten von König Friedrich den Großen war. Ein Hauch von Eleganz, königlicher Überlegenheit und Geschichte ist bei der KPM somit allgegenwärtig und dieser sollte man sich nicht entziehen. Für die eigene Behausung gibt es nichts schöneres, als hochwertiges Porzellan zu jedem Anlass zu servieren. Auch als Zierde und für Sammlerzwecke eignet sich das hervorragende Porzellan aus der königlichen Manufaktur in Berlin idealerweise.

Claus Riedel Glas – Ein Traditionsunternehmen aus Tirol

Böhmische Glasmacherkunst mit Tradition

Der österreichische Glasproduzent von Weingläsern hat heute seinen Sitz in Kufstein in Tirol. Georg Maximilian Riedel führt das Unternehmen in der 10. und 11. Generation. Heute hat das Traditionsunternehmen Claus Riedel Glas internationale Niederlassungen unter anderem in Großbritannien, in den USA, Kanada, Australien und Japan. Claus Riedel Glas gehört zu den führenden Herstellern für Glasserien von Wein- und Spirituosengläsern.

Böhmische Glasmacherdynastie mit langer Tradition

Den Grundstein für die heutige Glasmacherdynastie legte im Jahre 1673 Johann Christoph Riedel in Böhmen. 1756 wurde dann erste Produktionsstätte Zenkerhütte in Antoniawald gegründet. Schnell wurde das dort hergestellte böhmische Glas über die Landesgrenzen berühmt und auch exportiert. Der 1. Weltkrieg hinterließ auch beim böhmischen Glashersteller seine Spuren. Der Export der Glaswaren nach Übersee wurde eingeschränkt. Böhmen war nun auch zur Tschechischen Republik zugehörig. Der Warenexport brach mit der New Yorker Börse im Jahre 1929 vollends ein. Nach Ende des 2. Weltkriegs wurden auf Erlass des Präsidenten der Tschechischen Republik sämtliche Bankguthaben, Firmen und auch private Immobilien der Familie Riedel beschlagnahmt, was auch zum Ende der Produktion führte.

Der Neuanfang von Riedel Glas

Claus Riedel gelang es auf dem Weg in die Kriegsgefangenschaft zu entkommen. Mit Hilfe der Familie Swarovski konnte er dann im Jahre 1954 die ehemalige Tiroler Glashütte aus dem Konkurs holen. Bereits zwei Jahre später, 1956, genau zum 200 jährigen Gründungsjubiläum der Waldglashütte in Böhmen, konnte in Kufstein die Glasproduktion wieder aufgenommen werden. Rasant expandierte das Unternehmen Claus Riedel Glas. 2004 konnte das Unternehmen den deutschen Glaskonzern Nachtmann mit seiner Tochterfirma Spiegelau übernehmen. Seit dieser Zeit produziert das Großunternehmen unter dem Namen Riedel Glas Werk. Schnell konnte sich die Firma zu dem größten Qualitätsglashersteller Europas etablieren. Die Produktion umfasst verschiedene Serien von Gläsern. Dazu zählen die Sommelliers- Serie, Champagnergläser, Wein- und Wassergläser, Cognac- und Spirituosengläser und auch Probiergefässe.

Le Creuset – ein französischen Unternehmen mit Tradition

Le Creuset ist seit Jahrzehnten ein Marktführer bei der Herstellung von Küchengeschirr. Das französische Traditionsunternehmen hat über 18 Vertriebsgesellschaften in aller Welt, so auch in Deutschland. Die deutsche Tochtergesellschaft hat ihren Sitz in Baden Württemberg und wird in Form einer GmbH geführt. Die Produktion selbst erfolgt dabei in Fresnoy- le- Grand in Frankreich.

Wie alles begann mit dem Kochgeschirr

Im Jahre 1925 erfolgte die Firmengründung durch zwei Belgier, Armand Desaegher und Octave Aubecq. Das Unternehmen spezialisierte sich auf die Herstellung von Kochgeschirr aus emaillierten Gusseisen. Einige Jahre später 1952 wurden die ersten Exporte in verschiedene Länder Europas getätigt. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Schon fünf Jahre später übernahm das Unternehmen Le Creuset einen seiner größten Mitbewerber Les Hauts Fourneaux of Cousances. Rasant entwickelte sich das Unternehmen stetig weiter und schon 1970 konnte ein weiterer Mitbewerber Godin von Le Creuset übernommen werden. Im Jahre 1988 kaufte dann Paul van Zuydam das Unternehmen. Er wird so zum alleinigen Eigentümer. Der Erfolg geht immer weiter. 1992 kann von Le Creuset die Marke Screwpull erworben werden. Aufgrund der Nachfrage von Kochgeschirr aus Gusseisen werden in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts zahlreiche Niederlassungen auf der ganzen Welt gegründet. Heute gibt es unter anderem Niederlassungen in der Schweiz, Hongkong, Brasilien, Spanien, Südafrika, Italien, Skandinavien, Österreich, Kanada und in der Tschechischen Republik. Die Le Creuset GmbH in Deutschland wurde im Jahre 1994 gegründet.

Vom Wasserkessel bis zu Küchen-Textilien

Die Produktpalette des Unternehmens Le Creuset ist heut sehr vielseitig. Angefangen hatte alles im Jahre 1925 mit dem Le- Creuset- Bräter. Im Angebot befinden sich heute natürlich Töpfe, Pfannen, Bräter und Woks aus Gusseisen, Alu- Antihaft und Mehrschichtmaterial. Daneben werden auch Küchenhelfer, Wasserkessel, Steinzeug, Silikon- Accessoires, Weinaccessoires und diverse Küchen- Textilien produziert.

Gmundner Keramik – ein Unternehmen mit Tradition

Geschirr von Keramikkünstlern

Die Gmundner Keramik- Manufaktur für Kunst- und Gebrauchsgegenstände ist in Gmunden im Salzkammergut ansässig. Gmunden war schon im 17. Jahrhundert als ein Zentrum der altösterreichischen Fein- und Zierkeramik bekannt. Zu jener Zeit inspirierte besonders die Landschaft viele der Keramikkünstler zu außerordentlichen Formen und Farben. Über die Grenzen des Landes bekannt aus dieser Zeit ist das Dekor Grüngeflammtes. Im Jahre 1843 wurde die Künstlerische Werkstatt von Franz und Emilie Schleiß gegründet. Über die Jahre waren dort viele Künstler wie Ludwig Heinrich Jungnickel, Willi Sitte und Anton Klieber tätig. Im Jahre 1923 erfolgte dann die Umwandlung des Unternehmens in eine Aktiengesellschaft. Während des Krieges mussten die Produktion mehr oder weniger mehrmals unterbrochen werden. Das Unternehmen spezialisierte sich auf die Herstellung keramischer Gegenstände. Diese wurden in Handarbeit gefertigt. Im September 1931 wurde die Produktion behördlich genehmigt. Etliche Jahre später 1968 erwarb Johannes Hohenberg den Betrieb. Zu jener Zeit wurde hauptsächlich figurale Kunst gefertigt. Es erfolgte nun eine langsame Umstellung auf die Produktion von Gebrauchsgeschirr. Dabei wurde das Unternehmen mit dem Grüngeflammten sehr erfolgreich. Es wurde zum typischen österreichischen Tafelgeschirr. Seit dem Jahre 1975 kann das Unternehmen das Bundeswappen Österreichs im Geschäftsverkehr verwenden. Der Salzburger Unternehmer Johannes Graf von Moy übernahm 1997 die Mehrheit am Unternehmen.

Der Wandel der Gmundner Manufaktur

In den darauf folgenden Jahren wurde das Unternehmen modernisiert. Es erfolgt heute weitestgehend die Produktion von Gebrauchs- und Geschenkartikeln. Alle hergestellten Produkte unterliegen heute der ÖNORM für Gastronomieporzellan. Die Gmundner Keramik Manufaktur ist in Österreich selbst der Marktführer im Bereich Markenporzellan. Allerdings wird über ein Viertel der gesamten Produktion nach Europa und in die USA exportiert.

Vielfältige Keramik Produktpalette mit Flair

Die Produktpalette des Unternehmens reicht vom Kaffee- und Speiseservice bis hin zu Vasen und verschiedenen Ziergegenständen. Es werden heute über 500 verschiedene Formen in mehr als 20 Dekors produziert. Die Gmundner Keramik produziert auch individuelle Produkte für Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungskunden. Neben den traditionellen Dekors Streublumen und Grüngeflammt werden auch die neuen Dekors Traunsee und Stern präsentiert.

Porzellanzeichen dienen zur Identifizierung der Porzellanhersteller

Porzellan fasziniert schon seit Jahrhunderten durch seine Härte und der Zeit entsprechenden Design. Es ist schon ein kleines Wunder, wie aus Ton, Quarz und Feldspat ein so wundervolles Endprodukt mit einer langen Lebensdauer entstehen kann. Das Porzellan muss nach der Fertigung der bestimmten Formen dann bei einer sehr hohen Temperatur zwei- bis dreimal gebrannt werden. Moderne Verfahren ermöglichen es den Herstellern in der heutigen Zeit, dass das Porzellan nur noch einmal gebrannt werden muss. Nach dem Brennvorgang wird das entstandene Produkt von den einzelnen Herstellern durch Bemalen und Gestalten noch weiter verfeinert. In der Regel wird dies per Hand durchgeführt. Es ist natürlich mit einem hohen Arbeitsaufwand und Kosten verbunden. Was dann wiederum sich auch im Preis niederschlägt. Bei der Herstellung von Porzellan werden die einzelnen Stücke mit unterschiedlichen Zeichen versehen. Diese Porzellanzeichen dienen zur Identifizierung der verschiedenen Porzellanhersteller. Schon auf dem ersten Blick kann so leicht die Herkunft des Porzellans bestimmt werden.

Porzellan nicht nur für Sammler

Porzellan gibt es nun in verschiedenen Ausführungen und für die unterschiedlichsten Verwendungszwecke. Neben exklusiven Sammlerstücken findet man selbstverständlich im Angebot auch Porzellan für den täglichen Bedarf. Das teure Markenporzellan wird hierbei von den Sammlern bevorzugt. Bei einem Weiterkauf oder auch auf Auktionen können hier hohe Preise erzielt werden. Die auf dem Porzellan befindlichen Zeichen, die Erkennungsmerkmale, können dabei den Wert sehr stark beeinflussen. Die spezifischen Merkmale wie die Härte und Dichte können von Produkt zu Produkt stark variieren. Sammler bevorzugen normalerweise durchscheinende Stücke. Sie müssen ebenfalls ohne Mängel und Beschädigungen sein. Das erste bekannte Porzellan wurde im 18. Jahrhundert unter dem Namen Meißner bekannt. Es wurde in der ersten Porzellanfabrik namens Meißner produziert. Schon zur damaligen Zeit wurden die Stücke mit Schwertern im Kreuz versehen. Dieses älteste Porzellanzeichen steht auch heute noch für Qualität. Porzellan in seiner Schönheit lässt eine gedeckte Tafel erst richtig in einem Glanz erstrahlen.

Hutschenreuther – Produzent gehobener Tischausstattung

Alles begann in Hohenberg an der Eger. Im Jahre 1814 gründete hier Carl Magnus Hutschenreuther die erste Porzellanmanufaktur in Nordbayern. Die ersten Stücke wurden in den Räumen der Burg Hohenberg produziert. Einige Jahre später um 1819 reichten diese Räumlichkeiten allerdings für die rasant steigende Produktion nicht mehr aus. Der Unternehmer hatte die Möglichkeit das Areal “Freundschaft” in Hohenberg käuflich zu erwerben. Kurze Zeit später wurde hier dann die erste Produktionsstätte der Hutschenreuther Porzellanmanufaktur errichtet. Im Jahre 1814 produzierte das Unternehmen unter dem Namen C.M. Hutschenreuther AG. Das Hutschenreuther Porzellan wurde besonders durch die Dekore mit Goldätzkante und durch die leuchtenden Farben der Kobaltglasur bekannt und weltberühmt. In der damaligen Zeit war das Hutschenreuther Porzellan bei den Königshäusern in aller Welt und bei Staatsmännern sehr beliebt. Nach dem Tod von Carl Magnus Hutschenreuther führte seine Frau Johanna mit den beiden Söhnen Christian und Lorenz die Manufaktur weiter.

Lorenz Hutschenreuther beschreitet neue Wege mit dem Porzellanherstellung

Lorenz Hutschenreuther führte dann die Familientradition allein weiter. Er gründete neben dem Traditionsunternehmer in Hohenberg im Jahre 1856 seine eigene Porzellanfabrik in Selb. 1917 wurde im Unternehmen eine Kunstabteilung eröffnet. Neben dem traditionellen Essgeschirr wurden nun auch Figuren, Dekoartikel und Wandteller hergestellt. Beide Unternehmen in Hohenberg und auch in Selb konnten Rezessionen und die Wirren des 1. und auch 2. Weltkrieges unbeschadet überstehen. Im Jahre 1969 verschmolzen dann das Unternehmen C.M. Hutschenreuther AG Hohenberg und die Porzellanfabrik Lorenz Hutschenreuther zu der Hutschenreuther AG Selb.

Hutschenreuther Porzellan heute

Seit dem Jahr 2000 gehört die Marke Hutschenreuther zu der Rosenthal AG. Es werden nach wie vor die traditionsreichen Porzellanserien wie Dresden Weiss, Maria Theresia, Baronesse, Ballerine und Blaue Zwiebelmuster produziert. Daneben sind auch Dekoartikel und Figuren sehr beliebt. Das Traditionsunternehmen in Hohenberg wird heute von der Firma Dibbern als C.M. Manufaktur für Bone China GmbH & Co. KG weitergeführt.

Arzberg Porzellan – Design mit Tradition

Porzellan mit Tradition für Stil und Desgin

Die deutsche Arzberg- Porzellan GmbH ist im Jahre 2004 aus der SKV- Arzberg- Porzellan GmbH entstanden. Die heutige Produktionsstätte der Porzellanfabrik befindet sich in Schirnding. Sämtliche Porzellanprodukte werden auch hier produziert. Es erfolgt die Herstellung von den Markennamen Schirnding und natürlich Arzberg.

Ein Unternehmen mit viel Porzellan Geschichte

Im Jahre 1887 gründete Christoph Schumann in Arzberg- Oberfranken die Porzellanfabrik. Schon einige Jahre später 1891 wurde sie an Theodor Lehmann veräußert und trug fortan auch seinen Namen. Es erfolgte die Produktion von historischen Formen und wenig später auch Formen des Jugendstils. Im Jahre 1902 fusionierte die Theodor Lehmann Porzellanfabrik mit der Porzellanfabrik Schönwald, Abteilung Arzberg. Auch nach der Fusion blieb dann Theodor Lehmann bis zu seinem Tod 1908 Direktor der neuen Porzellanfabrik. Er war für die Leitung von zwei Werken verantwortlich. Während seiner „Amtszeit“ erfolgte die Spezialisierung des Standortes Schönwald auf Hotelporzellan und in Arzberg wurden weiterhin Gebrauchsgegenstände produziert. Arzberg selbst wurde für seine Produktion von durchbrochenem Porzellan bekannt. Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage erfolgte im Jahre 1927 die Übernahme der Porzellanfabrik Schönwald A.G. durch die Kahla A.G.. Die Fabrik Arzberg wurde so eine Zweigniederlassung der Porzellanfabrik Kahla. Sie konnte aber weiterhin eigenverantwortlich handeln.

Hermann Gertsch und die Form 1832

Der damalige Direktor Fritz Kreikemeier verpflichtete Hermann Gertsch als künstlerischen Leiter. Noch im gleichen Jahr entwarf dieser die neue Form 1832 für Arzberg. Der Markterfolg der neuen Porzellanserie blieb anfangs aus. Erst im Jahre 1935 konnte damit Gewinn erwirtschaftet werden. Seit 1931 trug die Bodenmarke der neuen Serie die Aufschrift „Porzellanfabrik Arzberg, Arzberg (Bayern)“. Einige Jahre später 1939 wurde aufgrund des Erfolges die komplette Produktion der Fabrik Arzberg auf die „Gertsch- Linie“ umgestellt. 1945 wurde während des Zweiten Weltkrieges die Fabrik teilweise zerstört. Der Wiederaufbau erwies sich als erschwerlich, da es auch zu Engpässen von Rohstofflieferungen kam.

Der Neuanfang mit Heinrich Löffelhardt

Mit dem Tod von Hermann Gertsch im Jahre 1950 drohte die Firma, in eine Krise zu stürzen. Der Kahla- Vorstand Emil Geißenhöner konnte jedoch Heinrich Löffelhardt als künstlerischen Leiter gewinnen. Im Jahre 1954 wurde erstmals Löffelhardts neue Form 2000 vorgestellt. Diese war auf Anhieb ein Erfolg. Schon ein Jahr später wurde die Produktion erweitert und ein neues Werk in Schwandorf errichtet. Ebenfalls erfolgte die Modernisierung des Werkes in Arzberg.
In den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts kam es erneut zu Krisen. In dessen Folge fusionierten 1972 die Kahla AG und die Hutschenreuther AG. Die Geschäfte wurden unter dem Namen Hutschenreuther AG fortgesetzt. Allerdings konnte das Werk Arzberg den Namen und auch seine Marke behalten, bis dann schließlich im Jahre 2000 eine Übernahme von der SKV Porzellan Union erfolgte. Das Werk wurde dann geschlossen und die Produktion nach Schirnding verlagert.
2004 firmierte sich das Unternehmen als Arzberg Porzellan GmbH. Bis heute werden neben aktuellen Entwürfen weiterhin die Klassiker „Form 1832“ und „Form 2000“ produziert.

Kahla Porzellan moderne und individulle Porzellangestaltung

Die größte Porzellanfabrik Thüringens

Die Porzellanfabrik Kahla kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Sie wurde im Jahre 1844 von Christian Eckhardt gegründet. Rasant entwickelte sich das Werk zur größten Porzellanfabrik Thüringens und zählte 1914 zu den größten Porzellanherstellern Deutschlands überhaupt. Die Produktion begann in Kahla am 27. August 1844 mit nur 20 Beschäftigten. Die Porzellanfabrik expandierte sehr schnell. Schon im Jahre 1927 gehörten zur Kahlaer Porzellanfabrik auch die Porzellanfabriken Hutschenreuther und Schönwald sowie die Porzellanwerke Arzberg. Auch das Kahlaer Unternehmen blieb von den Wirtschaftskrisen nicht verschont, aber die Produkte konnten sich am Markt dennoch etablieren. Besonders bekannt ist das berühmte Koboltblau und das Seriengeschirr mit Strohblumen- und Zwiebelmusterdekor.

Der Neuanfang von Kahla Porzellan nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach der Zerschlagung des Dritten Reiches wurde die Porzellanfabrik in eine Sowjetische Aktiengesellschaft umgewandelt und dann schließlich 1952 verstaatlicht. Die Betriebsstätten des neuen Volkseigenen Betriebes waren zu jener Zeit über ganz Kahla verstreut. Erst um 1961 wurde ein neues Fabrik- und Bürogebäude am heutigen Standort errichtet. Es erfolgte auch eine moderne Installation einer Tunnelofentechnik. Zur damaligen Zeit wurde die Hälfte der Produktion in über 30 ost- und westeuropäische Länder exportiert. Der VEB Feinkeramik Kahla entwickelte sich schnell zum Zentrum der Porzellanindustrie der DDR. Zu dem Betrieb gehörten 17 Porzellanwerke mit über 18.000 Beschäftigten.

Die Wende und ihre Folgen die VEB Feinkeramik Kahla

Gleich nach der Wende im Jahre 1991 wurde das Unternehmen durch die Treuhand privatisiert. Schon nach kurzer Zeit 1993 musste allerdings Konkurs angemeldet werden. Der ehemalige Rosenthal-Vorstand Günther Raithel gründete dann im Jahre 1994 die Kahla / Thüringen Porzellan GmbH. Er war im Besitz der mehrheitlichen Anteile und die restlichen 49 % wurden von der Thüringer Industriebeteiligungsgesellschaft gehalten. Es erfolgte eine Modernisierung der Produktionsanlagen. In Kahla werden hauptsächlich zwei Produktlinien hergestellt, Kahla Elegance und die Kahla Modern. 1995 wurde dann zusätzlich der Bereich Kahla  Hotelporzellan geschaffen. Die Familie Raithel konnte dann im Jahre 2000 die restlichen Anteile vom Land Thüringen übernehmen. In den Jahren nach der Neugründung erhielt Kahla viele nationale und auch internationale Designpreise. 2009 führte das Unternehmen die neue Porzellanform TAO ein. Über die Jahre entwickelte sich Kahla zu einer der modernsten und auch innovativsten Porzellanfabriken Europas.

Rosenthal feinstes Porzellan und Glaswaren

Rosenthal gegründet als Familienbetrieb mit Visionen

Das Unternehmen wurde im Jahre 1879 von Philipp Rosenthal als ein Familienbetrieb gegründet. Nach der Firmengründung siedelte die Porzellanmalerei von Werl nach Selb in Bayern über. Im Schloss Erkersreuth begann dann fortan die Industrialisierung der Porzellanmalerei. In sehr kurzer Zeit expandierte das Unternehmen. Rosenthal kaufte neben der Porzellanmanufaktur Thomas in Marktredwitz im Jahre 1908 und 1917 dann auch die Porzellanfabrik Zeidler & Co. auf. Diese wurde in späteren Jahren als „Bahnhof Selb“ bekannt. Damit aber nicht genug. Rosenthal war weiter auf dem Vormarsch. Im Jahre 1921 übernahm Rosenthal dann die Krister Porzellanmanufaktur in Waldenburg. Wenig später 1936 kaufte das bayrische Unternehmen die Porzellanmanufaktur Waldershof und die Porzellanfabrik Thomas in Sophienthal. 1939 erfolgte dann die Gründung der Rosenthal Isolatoren GmbH (RIG) in Henningsdorf bei Berlin, Selb und Erkersreuth. Im gleichen Jahr firmierte sich das Unternehmen zur Rosenthal Porzellan AG. Es bedurfte noch viele Jahre und Umstrukturierungen bis zur Entstehung des heutigen Betriebes. Schließlich dann 1965 entstand der einheitliche Name Rosenthal Glas & Porzellan AG, kurz Rosenthal AG.

Rosenthal auf dem Weg zum Weltmarktführer

Nach dem Eintritt von Philipp Rosenthal jun. in die Firma stand das Produktdesign im Vordergrund. So eröffnete Rosenthal 1960 in Nürnberg das „Rosenthal Studio Haus“. Schnell entstand daraus die erste Designerladenkette der Welt. Rosenthal arbeitete von nun an mit Designern aus der ganzen Welt zusammen wie Raymond Loewy und Timo Sarpaneva. Die börsenorientierte Rosenthal AG gehörte ab 1997 zum britisch- irischen Waterford Wedgwood Konzern. Dieser hielt 90 % der Aktien. Die Rosenthal AG stellte hochwertiges Geschirr und Kunsthandwerk aus Porzellan und Glas her. Schnell eroberte das Unternehmen damit den Weltmarkt. Im Jahre 1998 konnten einige Teile der Porzellanmarke Hutschenreuther übernommen werden.

Ende und Neuanfang

Der Waterford Wedgwood Konzern kam im Jahre 2008 in Liquiditätsschwierigkeiten. Er suchte nun einen Käufer für die Rosenthal AG. Nach dem endgültigen Zusammenbruch des Konzerns stand auch Rosenthal vor der Zahlungsunfähigkeit. Bis dann schließlich am 1. April 2009 das Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Schon einige Monate später am 20. Juli wurde das Werk vom italienischen Besteckhersteller Sambonet Paderno gekauft. Die am 1. August 2009 neu gegründete Rosenthal GmbH bildet innerhalb des Konzerns ein eigenständiges Unternehmen. Der Firmensitz befindet sich nach wie vor in Selb. Der neue Geschäftsführer ist Pierluigi Coppo. Neben exklusiven Porzellangeschirr der Marken „Rosenthal studio-line“, „Rosenthal classics“,“ Rosenthal meets Versace“, „Thomas“ und „Hutschenreuther“ werden auch zusätzlich günstigere Serien für Restaurants, Hotels und Kantinen produziert.