Tischkultur für ein angenehmes Essvergnügen

Die bestehende Tischkultur ist von Land zu Land doch recht unterschiedlich. weiterhin haben bestehende Traditionen und die Zeit im Wandel einen großen Einfluss auf die jeweilige Tischkultur. Dazu gehört nicht nur eine schöne gedeckte Tafel und das dazugehörige Essgeschirr auch das normale, gemeinsame Einnehmen von Mahlzeiten und eine entsprechende Menüfolge gehört zur Tischkultur. Man denke nur an die guten Tischsitten. So wird in der arabischen Welt teilweise mit den Fingern der rechten Hand gegessen und dies alles von einem gemeinsamen großen Teller. In China hingegen gehört rülpsen und schlürfen am Tisch zum guten Ton. Hier wird die Suppenschüssel im Gegensatz zu Deutschland einfach an den Mund geführt. Im Mittelalter wurden einfach die Knochen vom Mahl hinter sich geschmissen. Besteck und auch gute Manieren waren zu jener Zeit wenig verbreitet.

Tischkultur beginnt mit einer schön gedeckten Tafel

Um ein Essen genießen zu können oder auch Gäste zu bewirten, gehört natürlich eine Tischdecke je nach Anlass, die Verwendung von Geschirr, Besteck und Gläsern. Die Auswahl der Gedecke richtet sich hierbei je nach dem Anlass, beispielsweise ein Gedeck für das Frühstück, Mittag/Abendessen, Nachmittagskaffee oder für die Brotzeit. Neben kleinen und großen Tellern gehören zu einem Gedeck auch eine Kaffee- oder Teetasse mit Unterteller oder Gläser je nach Mahlzeit. Selbstverständlich gehört auch zu einem gut gedeckten Tisch das entsprechende Besteck. Das Geschirr und auch das Besteck werden in einer bestimmten Reihenfolge auf dem Tisch angeordnet. Die Gläser und Tassen stehen dabei immer rechts oben neben dem Teller. Das Besteck wird dabei links und rechts neben dem Teller, je nach Speise angeordnet. Bei einem Mittagessen wird dann der Teller erst mit der Speise zusammen serviert.

Schmückendes Beiwerk für das Auge

Eine fertig gedeckte Tafel kann noch durch verschiedene Accessoires verschönert werden. Dazu gehören unter anderem Servietten, Kerzen und Blumen. Bei jedem größeren Essen sollten Servietten auf keiner Tafel fehlen. Je nach Anlass finden Servietten aus Stoff oder aus Papier Verwendung. Kerzen werden in der Regel zu einem abendlichen Essen aufgestellt. Blumen geben einer Tafel ein festliches Aussehen. Daneben können auch Tischkarten und Menükarten je nach Größe der Gesellschaft Verwendung finden.

Porzellanzeichen dienen zur Identifizierung der Porzellanhersteller

Porzellan fasziniert schon seit Jahrhunderten durch seine Härte und der Zeit entsprechenden Design. Es ist schon ein kleines Wunder, wie aus Ton, Quarz und Feldspat ein so wundervolles Endprodukt mit einer langen Lebensdauer entstehen kann. Das Porzellan muss nach der Fertigung der bestimmten Formen dann bei einer sehr hohen Temperatur zwei- bis dreimal gebrannt werden. Moderne Verfahren ermöglichen es den Herstellern in der heutigen Zeit, dass das Porzellan nur noch einmal gebrannt werden muss. Nach dem Brennvorgang wird das entstandene Produkt von den einzelnen Herstellern durch Bemalen und Gestalten noch weiter verfeinert. In der Regel wird dies per Hand durchgeführt. Es ist natürlich mit einem hohen Arbeitsaufwand und Kosten verbunden. Was dann wiederum sich auch im Preis niederschlägt. Bei der Herstellung von Porzellan werden die einzelnen Stücke mit unterschiedlichen Zeichen versehen. Diese Porzellanzeichen dienen zur Identifizierung der verschiedenen Porzellanhersteller. Schon auf dem ersten Blick kann so leicht die Herkunft des Porzellans bestimmt werden.

Porzellan nicht nur für Sammler

Porzellan gibt es nun in verschiedenen Ausführungen und für die unterschiedlichsten Verwendungszwecke. Neben exklusiven Sammlerstücken findet man selbstverständlich im Angebot auch Porzellan für den täglichen Bedarf. Das teure Markenporzellan wird hierbei von den Sammlern bevorzugt. Bei einem Weiterkauf oder auch auf Auktionen können hier hohe Preise erzielt werden. Die auf dem Porzellan befindlichen Zeichen, die Erkennungsmerkmale, können dabei den Wert sehr stark beeinflussen. Die spezifischen Merkmale wie die Härte und Dichte können von Produkt zu Produkt stark variieren. Sammler bevorzugen normalerweise durchscheinende Stücke. Sie müssen ebenfalls ohne Mängel und Beschädigungen sein. Das erste bekannte Porzellan wurde im 18. Jahrhundert unter dem Namen Meißner bekannt. Es wurde in der ersten Porzellanfabrik namens Meißner produziert. Schon zur damaligen Zeit wurden die Stücke mit Schwertern im Kreuz versehen. Dieses älteste Porzellanzeichen steht auch heute noch für Qualität. Porzellan in seiner Schönheit lässt eine gedeckte Tafel erst richtig in einem Glanz erstrahlen.

Edles Geschirr aus antikem Porzellan

Porzellan besticht schon seit seiner Erfindung durch seine Eleganz, seinen Stil und antikem Design. Das “weiße Gold” wurde schnell zu einem begehrten Sammlerobjekt. Selbst der Kurfürst August der Starke war von den zarten Formen und Linien begeistert. Daran erinnert heute noch seine weltberühmte Sammlung im Dresdner Zwinger. Je nach der Herkunft und dem Alter kann Porzellan schnell zu einem wahren Schatz werden. Gerade in der heutigen Zeit ist Porzellan als Sammlerobjekt sehr geschätzt. Es erhält einen Ehrenplatz in der Glasvitrine und darf dort nur bestaunt werden, aber niemals zum täglichen Gebrauch verwendet werden. Sammlerporzellan wird als Familienporzellan über Jahre, Jahrzehnte in Ehren gehalten und immer an die folgende Generation weitergegeben. Einen besonderen Wert hat Porzellan mit zahlreichen Verzierungen und eleganten Goldrändern.

Porzellan und seine Verzierungen

Von einem besonderen Wert sind für Sammler antike Porzellangefäße mit besonderen Verzierungen. Porzellangegenstände werden in der Regel in aufwendiger Handarbeit bemalt. Die Porzellanmaler verfügen über viel Geschick und Geduld. Die Bemalung wird in Liebe zum Detail hergestellt. Meist ist daher auch die Anzahl solcher wundervoll angefertigten Stücke begrenzt. Aufgrund dessen ist der Wert mitunter auch unermesslich hoch. Solch Porzellan mit wertvollen Verzierungen besitzt einen besonderen Charme. Es erzählt meist seine ganz persönliche Geschichte.

Trödelmärkte oft Fundgruben für “Porzellansammlerobjekte”

Trödel- und Flohmärkte sind bei Sammlern beliebter dennje. Sehr oft stöbern sie hier nach besonderen Sammlerobjekten und werden in den meisten Fällen auch fündig. Es werden hier viele antike Stücke angeboten. Für den einen ist es nur Trödel und für den Kenner ein wertvolles Sammlerstück. Mit viel Glück kann man hier auch Porzellansammlungen aus ehemaligem Familienbesitz finden. Auch wenn es sich hier um Flohmärkte handelt, können die Preise hier mitunter sehr hoch sein. Im Gegensatz dazu werden aber auch vom Verkäufer so genannte “Dachbodenfunde” angeboten. Teilweise weiß er dabei gar nicht, dass es sich vielleicht um eine wertvolle Porzellansammlung handelt. Neben Trödel- und Flohmärkten besteht aber auch die Möglichkeit edles Porzellan im Internet zu kaufen.

Hutschenreuther – Produzent gehobener Tischausstattung

Alles begann in Hohenberg an der Eger. Im Jahre 1814 gründete hier Carl Magnus Hutschenreuther die erste Porzellanmanufaktur in Nordbayern. Die ersten Stücke wurden in den Räumen der Burg Hohenberg produziert. Einige Jahre später um 1819 reichten diese Räumlichkeiten allerdings für die rasant steigende Produktion nicht mehr aus. Der Unternehmer hatte die Möglichkeit das Areal “Freundschaft” in Hohenberg käuflich zu erwerben. Kurze Zeit später wurde hier dann die erste Produktionsstätte der Hutschenreuther Porzellanmanufaktur errichtet. Im Jahre 1814 produzierte das Unternehmen unter dem Namen C.M. Hutschenreuther AG. Das Hutschenreuther Porzellan wurde besonders durch die Dekore mit Goldätzkante und durch die leuchtenden Farben der Kobaltglasur bekannt und weltberühmt. In der damaligen Zeit war das Hutschenreuther Porzellan bei den Königshäusern in aller Welt und bei Staatsmännern sehr beliebt. Nach dem Tod von Carl Magnus Hutschenreuther führte seine Frau Johanna mit den beiden Söhnen Christian und Lorenz die Manufaktur weiter.

Lorenz Hutschenreuther beschreitet neue Wege mit dem Porzellanherstellung

Lorenz Hutschenreuther führte dann die Familientradition allein weiter. Er gründete neben dem Traditionsunternehmer in Hohenberg im Jahre 1856 seine eigene Porzellanfabrik in Selb. 1917 wurde im Unternehmen eine Kunstabteilung eröffnet. Neben dem traditionellen Essgeschirr wurden nun auch Figuren, Dekoartikel und Wandteller hergestellt. Beide Unternehmen in Hohenberg und auch in Selb konnten Rezessionen und die Wirren des 1. und auch 2. Weltkrieges unbeschadet überstehen. Im Jahre 1969 verschmolzen dann das Unternehmen C.M. Hutschenreuther AG Hohenberg und die Porzellanfabrik Lorenz Hutschenreuther zu der Hutschenreuther AG Selb.

Hutschenreuther Porzellan heute

Seit dem Jahr 2000 gehört die Marke Hutschenreuther zu der Rosenthal AG. Es werden nach wie vor die traditionsreichen Porzellanserien wie Dresden Weiss, Maria Theresia, Baronesse, Ballerine und Blaue Zwiebelmuster produziert. Daneben sind auch Dekoartikel und Figuren sehr beliebt. Das Traditionsunternehmen in Hohenberg wird heute von der Firma Dibbern als C.M. Manufaktur für Bone China GmbH & Co. KG weitergeführt.

Die Geschichte des Porzellans

Die Geschichte des Porzellans ist jahrtausende alt

Die Geschichte des Porzellans reicht Tausende von Jahren zurück. Das erste Porzellan wurde bereits im Jahr 620 in China hergestellt. Das chinesische Kaiserreich war über Jahrhunderte hinweg führend in der Porzellanherstellung. Die verwendeten Rohstoffe und Herstellungsmethoden wurden wie ein Geheimnis gehütet. Auch in der heutigen Zeit ist das chinesische Porzellan von Mythen und Sagen umgeben. Es ist nach wie vor wunderschön und auch recht wertvoll.

Europa und das Porzellan

Marco Polo brachte von seinen Reisen zum Erstaunen der Europäer das “weiße Gold” mit. Alle Anstrengungen und Versuche europäischer Wissenschaftler scheiterten allerdings über Jahrhunderte bei der Herstellung von Porzellan. Es wurden unzählige Versuche hinsichtlich des Materials und auch der Herstellungsmethoden unternommen. Erst um 1708 wurde durch den deutschen Alchimisten Johann Friedrich Böttger das Geheimnis um die Herstellung des weißen Goldes gelüftet. Zu jener Zeit wurde Böttger auf Befehl des Kurfürsten August dem Starken auf der Jungfernbastei gefangen gehalten. Dem Alchimisten wurde nach gesagt, dass er aus wertlosen Materialien angeblich Gold herstellen konnte. Anstelle von purem Gold gelang es Böttger aus Kaolin, Petuntse und Quarz mit Hilfe von spezieller Brennvorgänge das begehrte weiße Gold, das Porzellan herzustellen. Der Verdienst der Porzellanherstellung kam dabei allerdings nicht allein nur Johann Friedrich Böttger zu, sondern er arbeitete mit Ehrenfried Walther von Tschirnhaus zusammen. Nach dem Tod von Tschirnhaus verfeinerte dann Böttger die Rezeptur für die Herstellung des weißen Goldes.

August der Starke, der eigentliche Förderer der Porzellanherstellung

Im Jahre 1709 konnte dem Kurfürsten dann endlich die frohe Kunde gebracht werden, dass die Versuche Böttgers mit Erfolg zur Herstellung von Porzellan führten. Dieser ließ wiederum die Porzellanherstellung sofort patentieren. Bereits ein Jahr später nahm in Sachsen die erste und zugleich älteste Porzellanmanufaktur Meißen ihre reguläre Produktion von Porzellan auf. Das hergestellte Porzellan wurde mit zwei Schwertern im Kreuz gekennzeichnet. Dieses markante Markenzeichen wurde bis heute beibehalten. Schon ein Jahr nach der Gründung der Porzellanmanufaktur in Meißen wurde in Wien eine weitere Porzellanmanufaktur gegründet.

Trockenpilze sind nicht wenig schmackhaft als frische Pilze

Das ganze Jahr über Pilze genießen dank Trockenpilzen

Getrocknete Pilze sind eine sehr gute Alternative zu frischen Pilzen. Durch den Vorgang des Trocknens erleiden Sie keinen Verlust an Aroma oder Geschmack. Schnell stehen Sie Ihnen in Ihrer Küche zur Verfügung. Trockenpilze brauchen nur eine kurze Zeit eingeweicht zu werden und können dann sofort verwendet werden.

Wie weicht man Trockenpilze ein?

Bevor Sie getrocknete Pilze einweichen, sollten Sie sie kurz abspülen, um eventuelle Rückstände von Sand oder Erde, zu entfernen. Sie können die Trockenpilzein etwas lauwarmes Wasser tun, bis Sie sich „aufgepumpt“ haben, die Pilze haben dann Ihre Originalgröße wieder erlangt und können jetzt verwendet werden.

So können Sie den Geschmack Ihrer Trockenpilze verbessern.

Getrocknete Pilze die Sie im Wasser eingeweicht haben schmecken leider auch etwas wässerig. Das können Sie leicht ändern und durch ein paar kleine Tricks, Ihre Gäste mit besonders leckeren Pilzgerichten überraschen. So können Sie anstatt Wasser, getrocknete Pilze in Milch ziehen lassen, oder in klaren Bratensaft, das gibt Ihren Pilzen eine ganz andere Geschmacksnote. Für die Zubereitung, von einem ganz besonderen Gericht, legen Sie die Trockenpilze in weiss oder Rotwein (ganz nach Wunsch) ein. Während des Garprozesses verliert sich der Alkohol, nur die besondere Note bleibt.

Zu welchen Essen Sie getrocknete Pilze benutzen können.

Sie können Trockenpilze genauso verwenden wie frische Pilze, zu Pfannengerichten oder auch um Soßen zu machen. Bereiten Sie zum Beispiel ein Steak mit Pilzen, sollten Sie den Einweichsud, nicht wegwerfen, den können Sie ganz wunderbar, für Ihre nächste Soße gebrauchen. Wenn Sie ihn nicht in den folgenden Tagen benötigen, können Sie ihn ganz einfach einfrieren. Möchten Sie Ihren Fisch mal anders haben, versuchen Sie doch Mal, ihn mit einer Pilzrahmsoße zu reichen, ungewöhnlich, aber hervorragend!

Welche Arten Pilze werden getrocknet?

Fast alle Pilzarten können Sie auch getrcknet bekommen. Nur wenige sowie der Leberreischling und der Schwefelporling werden durch das Trocknen zäh. Ein paar andere sollten nicht getrocknet werden, weil Sie dadurch leicht zerfallen, hierzu gehören die Pfifferlinge, Bovisten, Tintlinge, Täublinge und Milchlinge. Aber auch diese haben als Trockenpilze keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit.

Arzberg Porzellan – Design mit Tradition

Porzellan mit Tradition für Stil und Desgin

Die deutsche Arzberg- Porzellan GmbH ist im Jahre 2004 aus der SKV- Arzberg- Porzellan GmbH entstanden. Die heutige Produktionsstätte der Porzellanfabrik befindet sich in Schirnding. Sämtliche Porzellanprodukte werden auch hier produziert. Es erfolgt die Herstellung von den Markennamen Schirnding und natürlich Arzberg.

Ein Unternehmen mit viel Porzellan Geschichte

Im Jahre 1887 gründete Christoph Schumann in Arzberg- Oberfranken die Porzellanfabrik. Schon einige Jahre später 1891 wurde sie an Theodor Lehmann veräußert und trug fortan auch seinen Namen. Es erfolgte die Produktion von historischen Formen und wenig später auch Formen des Jugendstils. Im Jahre 1902 fusionierte die Theodor Lehmann Porzellanfabrik mit der Porzellanfabrik Schönwald, Abteilung Arzberg. Auch nach der Fusion blieb dann Theodor Lehmann bis zu seinem Tod 1908 Direktor der neuen Porzellanfabrik. Er war für die Leitung von zwei Werken verantwortlich. Während seiner „Amtszeit“ erfolgte die Spezialisierung des Standortes Schönwald auf Hotelporzellan und in Arzberg wurden weiterhin Gebrauchsgegenstände produziert. Arzberg selbst wurde für seine Produktion von durchbrochenem Porzellan bekannt. Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage erfolgte im Jahre 1927 die Übernahme der Porzellanfabrik Schönwald A.G. durch die Kahla A.G.. Die Fabrik Arzberg wurde so eine Zweigniederlassung der Porzellanfabrik Kahla. Sie konnte aber weiterhin eigenverantwortlich handeln.

Hermann Gertsch und die Form 1832

Der damalige Direktor Fritz Kreikemeier verpflichtete Hermann Gertsch als künstlerischen Leiter. Noch im gleichen Jahr entwarf dieser die neue Form 1832 für Arzberg. Der Markterfolg der neuen Porzellanserie blieb anfangs aus. Erst im Jahre 1935 konnte damit Gewinn erwirtschaftet werden. Seit 1931 trug die Bodenmarke der neuen Serie die Aufschrift „Porzellanfabrik Arzberg, Arzberg (Bayern)“. Einige Jahre später 1939 wurde aufgrund des Erfolges die komplette Produktion der Fabrik Arzberg auf die „Gertsch- Linie“ umgestellt. 1945 wurde während des Zweiten Weltkrieges die Fabrik teilweise zerstört. Der Wiederaufbau erwies sich als erschwerlich, da es auch zu Engpässen von Rohstofflieferungen kam.

Der Neuanfang mit Heinrich Löffelhardt

Mit dem Tod von Hermann Gertsch im Jahre 1950 drohte die Firma, in eine Krise zu stürzen. Der Kahla- Vorstand Emil Geißenhöner konnte jedoch Heinrich Löffelhardt als künstlerischen Leiter gewinnen. Im Jahre 1954 wurde erstmals Löffelhardts neue Form 2000 vorgestellt. Diese war auf Anhieb ein Erfolg. Schon ein Jahr später wurde die Produktion erweitert und ein neues Werk in Schwandorf errichtet. Ebenfalls erfolgte die Modernisierung des Werkes in Arzberg.
In den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts kam es erneut zu Krisen. In dessen Folge fusionierten 1972 die Kahla AG und die Hutschenreuther AG. Die Geschäfte wurden unter dem Namen Hutschenreuther AG fortgesetzt. Allerdings konnte das Werk Arzberg den Namen und auch seine Marke behalten, bis dann schließlich im Jahre 2000 eine Übernahme von der SKV Porzellan Union erfolgte. Das Werk wurde dann geschlossen und die Produktion nach Schirnding verlagert.
2004 firmierte sich das Unternehmen als Arzberg Porzellan GmbH. Bis heute werden neben aktuellen Entwürfen weiterhin die Klassiker „Form 1832“ und „Form 2000“ produziert.

Kahla Porzellan moderne und individulle Porzellangestaltung

Die größte Porzellanfabrik Thüringens

Die Porzellanfabrik Kahla kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Sie wurde im Jahre 1844 von Christian Eckhardt gegründet. Rasant entwickelte sich das Werk zur größten Porzellanfabrik Thüringens und zählte 1914 zu den größten Porzellanherstellern Deutschlands überhaupt. Die Produktion begann in Kahla am 27. August 1844 mit nur 20 Beschäftigten. Die Porzellanfabrik expandierte sehr schnell. Schon im Jahre 1927 gehörten zur Kahlaer Porzellanfabrik auch die Porzellanfabriken Hutschenreuther und Schönwald sowie die Porzellanwerke Arzberg. Auch das Kahlaer Unternehmen blieb von den Wirtschaftskrisen nicht verschont, aber die Produkte konnten sich am Markt dennoch etablieren. Besonders bekannt ist das berühmte Koboltblau und das Seriengeschirr mit Strohblumen- und Zwiebelmusterdekor.

Der Neuanfang von Kahla Porzellan nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach der Zerschlagung des Dritten Reiches wurde die Porzellanfabrik in eine Sowjetische Aktiengesellschaft umgewandelt und dann schließlich 1952 verstaatlicht. Die Betriebsstätten des neuen Volkseigenen Betriebes waren zu jener Zeit über ganz Kahla verstreut. Erst um 1961 wurde ein neues Fabrik- und Bürogebäude am heutigen Standort errichtet. Es erfolgte auch eine moderne Installation einer Tunnelofentechnik. Zur damaligen Zeit wurde die Hälfte der Produktion in über 30 ost- und westeuropäische Länder exportiert. Der VEB Feinkeramik Kahla entwickelte sich schnell zum Zentrum der Porzellanindustrie der DDR. Zu dem Betrieb gehörten 17 Porzellanwerke mit über 18.000 Beschäftigten.

Die Wende und ihre Folgen die VEB Feinkeramik Kahla

Gleich nach der Wende im Jahre 1991 wurde das Unternehmen durch die Treuhand privatisiert. Schon nach kurzer Zeit 1993 musste allerdings Konkurs angemeldet werden. Der ehemalige Rosenthal-Vorstand Günther Raithel gründete dann im Jahre 1994 die Kahla / Thüringen Porzellan GmbH. Er war im Besitz der mehrheitlichen Anteile und die restlichen 49 % wurden von der Thüringer Industriebeteiligungsgesellschaft gehalten. Es erfolgte eine Modernisierung der Produktionsanlagen. In Kahla werden hauptsächlich zwei Produktlinien hergestellt, Kahla Elegance und die Kahla Modern. 1995 wurde dann zusätzlich der Bereich Kahla  Hotelporzellan geschaffen. Die Familie Raithel konnte dann im Jahre 2000 die restlichen Anteile vom Land Thüringen übernehmen. In den Jahren nach der Neugründung erhielt Kahla viele nationale und auch internationale Designpreise. 2009 führte das Unternehmen die neue Porzellanform TAO ein. Über die Jahre entwickelte sich Kahla zu einer der modernsten und auch innovativsten Porzellanfabriken Europas.

Die Geschichte des Bestecks

Tischkultur mit Tafelbesteck kam in Europa Anfang des 16. Jahrhunderts in Mode

Das Essbesteck auch als Tafelbesteck oder kurz nur als Besteck bekannt dient vorrangig zur Nahrungsaufnahme. In der Regel besteht das Essbesteck aus einem Löffel, einer Gabel und einem Messer. Bis in das 19. Jahrhundert hinein war das Besteck nicht sehr weit verbreitet. Die Nahrungsaufnahme erfolgte bis dahin mit den Fingern. Allerdings war der Löffel neben dem Messer schon seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Das Messer selbst diente dabei allerdings nur zum Zerteilen der Speisen. Die Löffel jener Zeit bestanden anfangs hauptsächlich aus Holz. Erst im 16. Jahrhundert wurden Löffel aufgrund der wachsenden Eisenproduktion aus Metall geschmiedet. Das Messer und auch der Löffel dienten in erster Linie nicht als Gebrauchsgegenstände wie es in der heutigen Zeit der Fall ist.

Holz und Silber waren früher das bevorzugte Material für Besteck

Jahrhundertelang war Holz ein bevorzugtes Material zur Herstellung von Besteck. Später wurden sie dann aus Silber produziert. Allerdings wurde das Material beim Genuss von schwefelhaltigen Speisen wie Eiern schnell angegriffen und begann zu oxidieren. Um hier Abhilfe zu schaffen vergoldete man dann bestimmte Besteckteile. Erst im 19. Jahrhundert wurden im bürgerlichen Europa neue Tischsitten eingeführt. Das Essen mit Messer und Gabel war jetzt Ausdruck guten Benehmens. Neben Bestecken aus reinem Silber wurde jetzt auch das Verfahren der Galvanisierung zum Versilbern der Besteckteile genutzt.

Heute wird Besteck aus unterschiedliche Materialen hergestellt

Erst viele Jahre später begann man mit der Herstellung von Bestecken aus Edelstahl. Diese sind im Gegensatz zu Silberbestecken in erster Linie pflegeleichter und auch nicht so anfällig wie Bestecke aus reinem Silber. Allerdings wurden und werden auch heute noch verschiedene andere Materialien zur Produktion von Bestecken verwendet. Diese werden hauptsächlich zur Herstellung von Griffen genutzt. Aber auch heute noch erfolgt die Verwendung von Besteck nicht weltweit. Es gibt noch eine Vielzahl von Kulturen, wo auf die Benutzung eines Essbestecks verzichtet wird und mit den Fingern oder auch mit Stäbchen gegessen wird.

Rosenthal feinstes Porzellan und Glaswaren

Rosenthal gegründet als Familienbetrieb mit Visionen

Das Unternehmen wurde im Jahre 1879 von Philipp Rosenthal als ein Familienbetrieb gegründet. Nach der Firmengründung siedelte die Porzellanmalerei von Werl nach Selb in Bayern über. Im Schloss Erkersreuth begann dann fortan die Industrialisierung der Porzellanmalerei. In sehr kurzer Zeit expandierte das Unternehmen. Rosenthal kaufte neben der Porzellanmanufaktur Thomas in Marktredwitz im Jahre 1908 und 1917 dann auch die Porzellanfabrik Zeidler & Co. auf. Diese wurde in späteren Jahren als „Bahnhof Selb“ bekannt. Damit aber nicht genug. Rosenthal war weiter auf dem Vormarsch. Im Jahre 1921 übernahm Rosenthal dann die Krister Porzellanmanufaktur in Waldenburg. Wenig später 1936 kaufte das bayrische Unternehmen die Porzellanmanufaktur Waldershof und die Porzellanfabrik Thomas in Sophienthal. 1939 erfolgte dann die Gründung der Rosenthal Isolatoren GmbH (RIG) in Henningsdorf bei Berlin, Selb und Erkersreuth. Im gleichen Jahr firmierte sich das Unternehmen zur Rosenthal Porzellan AG. Es bedurfte noch viele Jahre und Umstrukturierungen bis zur Entstehung des heutigen Betriebes. Schließlich dann 1965 entstand der einheitliche Name Rosenthal Glas & Porzellan AG, kurz Rosenthal AG.

Rosenthal auf dem Weg zum Weltmarktführer

Nach dem Eintritt von Philipp Rosenthal jun. in die Firma stand das Produktdesign im Vordergrund. So eröffnete Rosenthal 1960 in Nürnberg das „Rosenthal Studio Haus“. Schnell entstand daraus die erste Designerladenkette der Welt. Rosenthal arbeitete von nun an mit Designern aus der ganzen Welt zusammen wie Raymond Loewy und Timo Sarpaneva. Die börsenorientierte Rosenthal AG gehörte ab 1997 zum britisch- irischen Waterford Wedgwood Konzern. Dieser hielt 90 % der Aktien. Die Rosenthal AG stellte hochwertiges Geschirr und Kunsthandwerk aus Porzellan und Glas her. Schnell eroberte das Unternehmen damit den Weltmarkt. Im Jahre 1998 konnten einige Teile der Porzellanmarke Hutschenreuther übernommen werden.

Ende und Neuanfang

Der Waterford Wedgwood Konzern kam im Jahre 2008 in Liquiditätsschwierigkeiten. Er suchte nun einen Käufer für die Rosenthal AG. Nach dem endgültigen Zusammenbruch des Konzerns stand auch Rosenthal vor der Zahlungsunfähigkeit. Bis dann schließlich am 1. April 2009 das Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Schon einige Monate später am 20. Juli wurde das Werk vom italienischen Besteckhersteller Sambonet Paderno gekauft. Die am 1. August 2009 neu gegründete Rosenthal GmbH bildet innerhalb des Konzerns ein eigenständiges Unternehmen. Der Firmensitz befindet sich nach wie vor in Selb. Der neue Geschäftsführer ist Pierluigi Coppo. Neben exklusiven Porzellangeschirr der Marken „Rosenthal studio-line“, „Rosenthal classics“,“ Rosenthal meets Versace“, „Thomas“ und „Hutschenreuther“ werden auch zusätzlich günstigere Serien für Restaurants, Hotels und Kantinen produziert.