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Arzberg Porzellan – Design mit Tradition

Porzellan mit Tradition für Stil und Desgin

Die deutsche Arzberg- Porzellan GmbH ist im Jahre 2004 aus der SKV- Arzberg- Porzellan GmbH entstanden. Die heutige Produktionsstätte der Porzellanfabrik befindet sich in Schirnding. Sämtliche Porzellanprodukte werden auch hier produziert. Es erfolgt die Herstellung von den Markennamen Schirnding und natürlich Arzberg.

Ein Unternehmen mit viel Porzellan Geschichte

Im Jahre 1887 gründete Christoph Schumann in Arzberg- Oberfranken die Porzellanfabrik. Schon einige Jahre später 1891 wurde sie an Theodor Lehmann veräußert und trug fortan auch seinen Namen. Es erfolgte die Produktion von historischen Formen und wenig später auch Formen des Jugendstils. Im Jahre 1902 fusionierte die Theodor Lehmann Porzellanfabrik mit der Porzellanfabrik Schönwald, Abteilung Arzberg. Auch nach der Fusion blieb dann Theodor Lehmann bis zu seinem Tod 1908 Direktor der neuen Porzellanfabrik. Er war für die Leitung von zwei Werken verantwortlich. Während seiner „Amtszeit“ erfolgte die Spezialisierung des Standortes Schönwald auf Hotelporzellan und in Arzberg wurden weiterhin Gebrauchsgegenstände produziert. Arzberg selbst wurde für seine Produktion von durchbrochenem Porzellan bekannt. Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage erfolgte im Jahre 1927 die Übernahme der Porzellanfabrik Schönwald A.G. durch die Kahla A.G.. Die Fabrik Arzberg wurde so eine Zweigniederlassung der Porzellanfabrik Kahla. Sie konnte aber weiterhin eigenverantwortlich handeln.

Hermann Gertsch und die Form 1832

Der damalige Direktor Fritz Kreikemeier verpflichtete Hermann Gertsch als künstlerischen Leiter. Noch im gleichen Jahr entwarf dieser die neue Form 1832 für Arzberg. Der Markterfolg der neuen Porzellanserie blieb anfangs aus. Erst im Jahre 1935 konnte damit Gewinn erwirtschaftet werden. Seit 1931 trug die Bodenmarke der neuen Serie die Aufschrift „Porzellanfabrik Arzberg, Arzberg (Bayern)“. Einige Jahre später 1939 wurde aufgrund des Erfolges die komplette Produktion der Fabrik Arzberg auf die „Gertsch- Linie“ umgestellt. 1945 wurde während des Zweiten Weltkrieges die Fabrik teilweise zerstört. Der Wiederaufbau erwies sich als erschwerlich, da es auch zu Engpässen von Rohstofflieferungen kam.

Der Neuanfang mit Heinrich Löffelhardt

Mit dem Tod von Hermann Gertsch im Jahre 1950 drohte die Firma, in eine Krise zu stürzen. Der Kahla- Vorstand Emil Geißenhöner konnte jedoch Heinrich Löffelhardt als künstlerischen Leiter gewinnen. Im Jahre 1954 wurde erstmals Löffelhardts neue Form 2000 vorgestellt. Diese war auf Anhieb ein Erfolg. Schon ein Jahr später wurde die Produktion erweitert und ein neues Werk in Schwandorf errichtet. Ebenfalls erfolgte die Modernisierung des Werkes in Arzberg.
In den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts kam es erneut zu Krisen. In dessen Folge fusionierten 1972 die Kahla AG und die Hutschenreuther AG. Die Geschäfte wurden unter dem Namen Hutschenreuther AG fortgesetzt. Allerdings konnte das Werk Arzberg den Namen und auch seine Marke behalten, bis dann schließlich im Jahre 2000 eine Übernahme von der SKV Porzellan Union erfolgte. Das Werk wurde dann geschlossen und die Produktion nach Schirnding verlagert.
2004 firmierte sich das Unternehmen als Arzberg Porzellan GmbH. Bis heute werden neben aktuellen Entwürfen weiterhin die Klassiker „Form 1832“ und „Form 2000“ produziert.