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Porzellanzeichen dienen zur Identifizierung der Porzellanhersteller

Porzellan fasziniert schon seit Jahrhunderten durch seine Härte und der Zeit entsprechenden Design. Es ist schon ein kleines Wunder, wie aus Ton, Quarz und Feldspat ein so wundervolles Endprodukt mit einer langen Lebensdauer entstehen kann. Das Porzellan muss nach der Fertigung der bestimmten Formen dann bei einer sehr hohen Temperatur zwei- bis dreimal gebrannt werden. Moderne Verfahren ermöglichen es den Herstellern in der heutigen Zeit, dass das Porzellan nur noch einmal gebrannt werden muss. Nach dem Brennvorgang wird das entstandene Produkt von den einzelnen Herstellern durch Bemalen und Gestalten noch weiter verfeinert. In der Regel wird dies per Hand durchgeführt. Es ist natürlich mit einem hohen Arbeitsaufwand und Kosten verbunden. Was dann wiederum sich auch im Preis niederschlägt. Bei der Herstellung von Porzellan werden die einzelnen Stücke mit unterschiedlichen Zeichen versehen. Diese Porzellanzeichen dienen zur Identifizierung der verschiedenen Porzellanhersteller. Schon auf dem ersten Blick kann so leicht die Herkunft des Porzellans bestimmt werden.

Porzellan nicht nur für Sammler

Porzellan gibt es nun in verschiedenen Ausführungen und für die unterschiedlichsten Verwendungszwecke. Neben exklusiven Sammlerstücken findet man selbstverständlich im Angebot auch Porzellan für den täglichen Bedarf. Das teure Markenporzellan wird hierbei von den Sammlern bevorzugt. Bei einem Weiterkauf oder auch auf Auktionen können hier hohe Preise erzielt werden. Die auf dem Porzellan befindlichen Zeichen, die Erkennungsmerkmale, können dabei den Wert sehr stark beeinflussen. Die spezifischen Merkmale wie die Härte und Dichte können von Produkt zu Produkt stark variieren. Sammler bevorzugen normalerweise durchscheinende Stücke. Sie müssen ebenfalls ohne Mängel und Beschädigungen sein. Das erste bekannte Porzellan wurde im 18. Jahrhundert unter dem Namen Meißner bekannt. Es wurde in der ersten Porzellanfabrik namens Meißner produziert. Schon zur damaligen Zeit wurden die Stücke mit Schwertern im Kreuz versehen. Dieses älteste Porzellanzeichen steht auch heute noch für Qualität. Porzellan in seiner Schönheit lässt eine gedeckte Tafel erst richtig in einem Glanz erstrahlen.

Die Geschichte des Porzellans

Die Geschichte des Porzellans ist jahrtausende alt

Die Geschichte des Porzellans reicht Tausende von Jahren zurück. Das erste Porzellan wurde bereits im Jahr 620 in China hergestellt. Das chinesische Kaiserreich war über Jahrhunderte hinweg führend in der Porzellanherstellung. Die verwendeten Rohstoffe und Herstellungsmethoden wurden wie ein Geheimnis gehütet. Auch in der heutigen Zeit ist das chinesische Porzellan von Mythen und Sagen umgeben. Es ist nach wie vor wunderschön und auch recht wertvoll.

Europa und das Porzellan

Marco Polo brachte von seinen Reisen zum Erstaunen der Europäer das “weiße Gold” mit. Alle Anstrengungen und Versuche europäischer Wissenschaftler scheiterten allerdings über Jahrhunderte bei der Herstellung von Porzellan. Es wurden unzählige Versuche hinsichtlich des Materials und auch der Herstellungsmethoden unternommen. Erst um 1708 wurde durch den deutschen Alchimisten Johann Friedrich Böttger das Geheimnis um die Herstellung des weißen Goldes gelüftet. Zu jener Zeit wurde Böttger auf Befehl des Kurfürsten August dem Starken auf der Jungfernbastei gefangen gehalten. Dem Alchimisten wurde nach gesagt, dass er aus wertlosen Materialien angeblich Gold herstellen konnte. Anstelle von purem Gold gelang es Böttger aus Kaolin, Petuntse und Quarz mit Hilfe von spezieller Brennvorgänge das begehrte weiße Gold, das Porzellan herzustellen. Der Verdienst der Porzellanherstellung kam dabei allerdings nicht allein nur Johann Friedrich Böttger zu, sondern er arbeitete mit Ehrenfried Walther von Tschirnhaus zusammen. Nach dem Tod von Tschirnhaus verfeinerte dann Böttger die Rezeptur für die Herstellung des weißen Goldes.

August der Starke, der eigentliche Förderer der Porzellanherstellung

Im Jahre 1709 konnte dem Kurfürsten dann endlich die frohe Kunde gebracht werden, dass die Versuche Böttgers mit Erfolg zur Herstellung von Porzellan führten. Dieser ließ wiederum die Porzellanherstellung sofort patentieren. Bereits ein Jahr später nahm in Sachsen die erste und zugleich älteste Porzellanmanufaktur Meißen ihre reguläre Produktion von Porzellan auf. Das hergestellte Porzellan wurde mit zwei Schwertern im Kreuz gekennzeichnet. Dieses markante Markenzeichen wurde bis heute beibehalten. Schon ein Jahr nach der Gründung der Porzellanmanufaktur in Meißen wurde in Wien eine weitere Porzellanmanufaktur gegründet.